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Eine Pflegeanleitung für dein Energiefeld

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Ich werde nie meine erste eindrückliche Begegnung mit dem Wort „Chakra“ vergessen: Ich, damals noch ziemlich jung und grün hinter den Ohren, stand in einer langen Schlange vor einem Gebäude in Hamburg an, in dem der erste Engelkongress stattfinden würde. Durch viele ominöse Aneinanderreihungen von Ereignissen, war ich zu einem Ticket gekommen. Als ich in dieser Schlange anstand, war ich nervös, aufgeregt und hatte vor allem Angst, dass irgendeiner meiner Freunde herausfinden könnte, was ich an diesem Wochenende treibe. Und während ich in meiner jugendlichen Verwirrung dort stand, unterhielten sich zwei Frauen, die locker zweieinhalb mal so alt waren wie ich, über den energetischen Zustand ihrer Chakren, und wie sie an deren Reinigung arbeiteten. Und wirklich das einzige, was ich in diesem Moment noch denken konnte war: "Was um alles in der Welt tust du hier eigentlich, Sabrina?!"

 

In diesen Anfängen meiner Suche hatte ich noch keine Begriffe für meine inneren Wahrnehmungen. Ich wusste nur immer, dass es mehr gab, als meine Augen, mein Verstand und mein Umfeld mir erzählten. Und ich hatte einen direkten Zugang zu diesen unsichtbaren, namenlosen Dingen, mit denen ich irgendwie in Kontakt stand.

 

Heute so viele, viele Jahre und so viele Kilometer des Weges weiter, ist mir bewusst, wie wichtig die Auseinandersetzung mit diesen Begrifflichkeiten ist. 

Wir verbringen unser Leben in einer überwiegend materiellen Welt mit überwiegend materiellen Dingen: Autos, Häuser, Schränke, Fernseher, Bücher, Menschen, Büros. Und auf all diese materiellen Dinge ist unsere Aufmerksamkeit gerichtet.

Wenn wir darüber nachdenken, wird uns bewusst, dass wir beinahe jede Sekunde unseres Wachseins mit diesen materiellen Dingen in Kontakt stehen. Wir versuchen sie zu sichern, zu verwalten, zu analysieren, zu verbessern. Und damit sind wir so beschäftigt, dass einfach kein Raum mehr übrig bleibt, um wahrzunehmen, was auch noch da ist: Energie.

 

Natürlich sind auch alle unsere materiellen Güter und unsere Beziehungen von einer bestimmten Energie durchdrungen, aber wir nehmen sie oft nicht war, weil wir so auf ihren Erhalt oder ihre Verbesserung fokussiert sind.

Die erste Stufe, auf der wir Energie wahrnehmen können ist oft so etwas wie „Bauchschmerzen beim Gedanke an die Arbeit“ oder „eine Anspannung im Brustkorb beim Gedanken an ein Gespräch“. Hier zeigt uns die Energie, die alles umgibt, ziemlich deutlich, dass da etwas nicht stimmt. Dass es hier mehr zu entdecken und zu erfahren gibt. Meistens sagt uns dann aber jemand, dass wir uns nicht so anstellen sollen, oder dass das schließlich kein Grund ist, um Angst zu haben, geschweige denn, irgendwas hinzuschmeißen. Und schon bewegen wir uns wieder auf das Materielle, Feste, Sichtbare, Kontrollierbare zu.

 

Energie (Lebensenergie, universelle Energie, Weisheit und Wissen) ist etwas, was wir fühlen. Sie kommt aus uns heraus und fließt um uns herum (was wir dann auch unser persönliches Energiefeld nennen). Wir können sie selten sehen oder anfassen, was viele Menschen dazu bringt, zu glauben, dass es sich bei all dem Gerede darum, um nicht mehr als Einbildung handelt.

Menschen, die aber ebenfalls einfach fühlen worüber ich spreche, würden die Existenz eines Energiefeldes ohnehin nie in Frage stellen. Vielleicht fehlen ihnen Worte, Begriffe und Zusammenhänge dafür, aber sie wissen, dass da mehr ist, als bisher gedacht. Und nur als Randnotiz möchte ich hier erwähnen, dass auch die Wissenschaft inzwischen ihre Hausaufgaben gemacht hat und die Brücke zwischen Energie und Materie gebaut hat. Für mich besonders nachvollziehbar und eindrucksvoll sind dazu die Arbeiten von Joe Dispenza, Bruce Lipton oder auch Gregg Braden.

 

Worauf will ich hinaus?

Du hast viele materielle Dinge, die du täglich verwaltest. Du hast Verpflichtungen, wie deinen Job, deine Miete, deine Versicherungen. Du hast Familie, Freundschaften, Beziehungen, die Erwartungen an dich haben. All diese Elemente sorgen dafür, dass dein Bewusstsein beinahe non-stop auf die materielle, sichtbare Ebene fokussiert ist.

Aber du hast (noch besser „du bist“) auch ein Energiefeld. Und dein Energiefeld speichert alle Erlebnisse und Situationen, die dir begegnen in Verbindung mit den Emotionen ab, die du während der Ereignisse empfindest. Dein Energiefeld kann also überquellen vor gespeicherten Stressreaktionen, ohne dass du dir dessen überhaupt bewusst bist. Es kann große Blasen an tiefer Trauer in sich abgespeichert haben, die du glaubst längst hinter dir gelassen zu haben. Es kann Ebenen von Wut und Verzweiflung enthalten, die du gespürt hast, als du noch ein Kleinkind warst. Es kann nicht nur all die Dinge enthalten, es enthält sie bei einem erwachsenen Menschen definitiv. Denn jede/r von uns hat im Laufe des Lebens negative, unangenehme und traumatische Erfahrungen gemacht. 

 

Und das wichtige ist jetzt, dass diese Energien nicht fort sind. Wie Einstein gesagt hat, verschwindet Energie niemals einfach so- sie kann sich nur verwandeln. Und so lange dein Energiefeld überquillt vor Stress, Ärger oder Angst, wird sich das immer in deinem „bewussten, materiellen Leben“ bemerkbar machen. Genau das ist der Fall, wenn du dich fragst, warum du so gar nicht voran oder weiter zu kommen scheinst, obwohl du dir doch so viel Mühe gibst, und dich so sehr anstrengst.

Es sind die unbeachteten, ungesehenen und unaufgeräumten Ebenen in deinem Energiefeld, die dafür sorgen, dass du in der immer gleichen Schleife hängen bleibst. 

 

Wenn du also jemals an einen Ort gerätst, (oder auf eine Homepage), an dem Menschen sich etwas über Chakrareinigung, Energieklärung oder Energieheilung erzählen, solltest du vielleicht genauer hinhören, und dich von den Begrifflichkeiten darum nicht all zu sehr abschrecken lassen. Es lohnt sich mehr darüber zu lernen, mehr darüber in Erfahrung zu bringen und deinem materiellen Bewusstsein einen starken energetischen Partner zur Seite zu stellen.

 

Hier sind noch ein paar Empfehlungen für dich, falls du nicht weißt, wo du anfangen sollst:

„Werde übernatürlich“ von Joe Dispenza

„Jetzt- die Kraft der Gegenwart“ von Eckhart Tolle

„Finde den Heiler in dir“ von Deborah King

„Verlorene Geheimnisse des Betens“ von Gregg Braden

 

 


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Kommentare: 1
  • #1

    Erika (Sonntag, 03 Juni 2018 19:39)

    Liebe Sabrina....wie wahr.....vielen lieben Dank für dein Teilen....es tat so gut, deine Worte zu lesen und zu spüren.