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Über das Universum, über Heilung und über passende Schlüssel

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Über das Universum, über Heilung und über passende Schlüssel
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Dieses Mal habe ich ungewöhnlich lange gebraucht, um ein Thema für diesen Monat zu finden. Ich schreibe diesen Blog, weil Schreiben schon immer meine Leidenschaft war. Bereits in der Schule hab ich es geliebt. Und für gewöhnlich gibt es Themen, die mich gerade besonders in ihren Bann ziehen und bei denen ich das Bedürfnis habe, darüber zu schreiben und zu reden.

Aber was soll ich sagen: Die letzten Wochen waren irgendwie eine Fahrt auf holpriger Straße. Nun schreibt man auch, also ich schreibe auch, um Menschen zu inspirieren und zu motivieren. Um Veränderungen in Blickwinkeln herbeizuführen. Um über im Mainstream noch immer eher Ungewöhnliches, wie Engel und Energieheilung mehr Bewusstsein zu verbreiten. (Wer es noch nicht getan hat sollte dazu mal das neuste Werk von Neale Donald Walsch lesen.)

Die Wahrheit ist aber auch, dass mein eigenes Leben nicht sieben Tage die Woche, 24 Stunden lang von magischen, heilenden und beflügelten Energien durchdrungen ist. Und irgendetwas scheint mir zu sagen, dass es an der Zeit ist auch darüber zu schreiben. In diesem Beitrag wird es deshalb um Heilung gehen. Und auch um Schmerz und Herausforderungen. Und vor allem wird es um Menschen gehen, die versuchen, die Leben anderer Menschen zu heilen.

 

Aber wovon genau sprechen wir eigentlich, wenn wir von Heilung sprechen? Meistens stellen wir uns dazu eine einfache Rechnung vor: Jemand ist krank, wird gesund gemacht und ist gleich geheilt. Aber kann es wirklich so einfach sein? Was ist dann mit all jenen Menschen, die so viel tun, um gesund zu werden, aber bei denen es einfach nicht klappt? Sind diese Menschen dann einfach Versager im Gesundwerden? Oder sind vielmehr jene, die versuchen sie zu heilen die Versager? Einige Menschen denken so. Aber die Wahrheit ist: Wir wissen es nicht. Wir wissen nicht, warum Heilung bei manchen geschieht und bei anderen nicht. Wir können uns einreden, dass jene, die nicht geheilt wurden, einfach nicht genug getan haben. Aber das tun wir nur aus reinem Selbstschutz heraus, denn wir alle wissen, dass jeder von uns seine Herausforderungen und Schwierigkeiten hat, aus denen nur schwer herauszukommen ist.

 

Mir selbst machen seit unzähligen Monaten immer wieder Infekte und Erkältungen zu schaffen, die mich mal mehr, mal weniger stark außer Gefecht setzen. In jedem Fall aber auf eine Weise, dass sie mich beeinträchtigen. Ich bin genervt davon. Und ich fühle mich oft genug schlecht deshalb. Und als wäre das nicht schon schwer genug durchzustehen, macht sich das Ego laut und breit bemerkbar: „Bist du nicht diejenige, die mit Menschen daran arbeitet, solche Situationen aufzulösen und zu heilen?! Und du schaffst es nicht mal bei dir selber?!“ Und natürlich tue ich alles, was ich zum jetzigen Zeitpunkt weiß, was zu tun ist, um aus dieser Situation wieder herauszukommen.

Soweit habe ich die Lage durchgearbeitet. Und was jetzt?

 

Nehmen wir eine andere Perspektive dazu ein:

Ich habe immer schon am besten aus den Erfahrungen anderer Menschen gelernt. (Deshalb teile ich auch meine eigenen Erfahrungen immer wieder mit.) Und wie es „der Zufall“ aka das Universum so will, lese ich vor einigen Wochen bei Danielle LaPorte etwas, dass mich auf einer sehr tiefen Ebene nachdenken ließ. Wer bisher noch nichts von Danielle LaPorte gehört hat, sollte sie auf jeden Fall googeln. Sie ist verantwortlich für so wundervolle Werke wie den „Desire Map“ und hat eine unglaubliche Präsenz in SocialMedia. Wenn jemand Träume verkaufen kann, dann sie. Mein Leben hat sie mit ihrer Arbeit auf jeden Fall wahnsinnig positiv beeinflusst.

 

Und eben bei dieser tollen Frau lese ich neulich in einem Post, dass sie seit vielen Jahren immer wieder mit „chronischen Lungeninfektionen“ (so beschreibt sie es selbst) zu tun hat, die ihr oftmals Kräfte und Energie rauben. Dieses Statement hat einen großen Aha-Effekt in mir ausgelöst. Ich meine, wir sprechen hier über Danielle LaPorte, eine Frau die tausenden anderen hilft. Ich würde nie auf die Idee kommen, sie als Versagerin oder als nicht genug der Sache verpflichtet zu beschreiben, „nur“ weil sie sich häufig krank fühlt. Bei uns selbst jedoch, insbesondere, wenn wir als Heiler, Coach etc. arbeiten, kommen diese Gedanken häufig völlig unvermittelt aus dem Ego heraus geschossen.

 

Die Sache ist die: Niemand von uns führt ein 100% perfektes Leben. Kein Coach, kein Heiler, kein Autor, kein Lehrer, kein Motivationsguru. Und nur weil diese Menschen häufig Führungspersönlichkeiten sind, heißt es nicht gleichzeitig, dass sie einfach noch nicht gut genug sind, in dem, was sie tun.

 

Eric Pearl (der Begründer von Reconnective Healing) führt das Ganze noch weiter. Er sagt, dass wir uns nicht anmaßen können, zu wissen, was Heilung für wen bedeutet. Heilung hat viele Dimensionen und Ebenen. Er berichtet beispielsweise von einem Fall, in dem die junge Frau noch einmal für viele Stunden bei klarem Bewusstsein war, und sich von ihrer Familie auf die wundervollste Art verabschieden konnte, bevor sie gestorben ist. War das keine Heilung? Hatte hier Heilung nur zur Hälfte funktioniert? Ist der Tod ein Versagen? Und wenn ja von wem? Von der verstorbenen Person? Von den Ärzten? Von den Heilern?

Glauben wir wirklich, wir hätten so viel Macht?

 

Dieses Thema ist hart, ich weiß. Wir alle hätten gern so viel mehr Macht und Kontrolle über all diese Dinge. Aber die haben wir nur innerhalb eines gewissen Rahmens. Denn vielleicht war der Tod dieser Frau auch ein Türöffner für alle ihre Angehörigen, um selbst Heilungen zu erfahren. Und fast immer wird uns bei solchen Gedanken etwas mulmig zu Mute. Denn natürlich wollen wir Heilungen nicht auf diese Art und Weise geschehen sehen. Wir wollen die Heilungen mit den einfachen Rechnungen haben: Gesund minus krank gleich geheilt. Auch mir wäre das lieber. Aber diese Gleichung ist so ähnlich, wie der Versuch die Lottozahlen zu manifestieren. Das Universum scheint sich sicher zu sein, dass das nur den allerwenigsten von uns wirklich dient.

 

Das Leben ist so komplex und aus allem kann so viel gelernt werden. Wer weiß schon, was uns Krankheiten und körperliche Einschränkungen bringen. Zu welchen Entscheidungen sie uns veranlassen. Was sie uns im Inneren noch entdecken lassen, bevor sie sich verabschieden können. Manchmal muss erst etwas heilen, das wir gar nicht im Bewusstsein hatten, bevor etwas anderes danach auch geheilt werden kann.

 

Als ich selber meine Energieheilungsausbildung bei Eric Pearl gemacht habe, hatte ich in den Sitzungen gehofft, dass etwas von meinen persönlichen Herausforderungen, wie zum Beispiel meine momentane Infektanfälligkeit, verschwindet. Ist es aber nicht. Dafür stellte ich überrascht fest, dass meine annähernd traumatische Flugangst, die mich sehr eingeschränkt und in großer Anspannung gehalten hatte, nahezu verschwunden war. Was war hier passiert? War eine Bestellung falsch ausgeführt worden? Sollte ich mit dem Ergebnis nun zufrieden oder unzufrieden sein?

Nun ja, was soll ich sagen, ich reise jedenfalls wieder ziemlich gern.

 

Für manche Heilungen, so glaube ich, fehlt uns zu bestimmten Zeiten einfach noch der Schlüssel- und wir wissen nie, wann wo und von wem er uns übergeben wird. Wir wissen nie, wer auf uns an welchen Plätzen wartet. Nur, dass der Schlüssel definitiv in unserer Hand landen wird, wenn er für uns vorgesehen ist.

 

Und deshalb sollten all jene von uns, die den Ruf danach verspüren, Heiler, Lehrer oder sonst etwas zu werden, auch auf keinen Fall aufgeben, egal wie groß ihre eigenen Hürden gerade sind. Denn „der Zufall“ aka das Universum schickt uns immer wieder genug Menschen, für die wir genau die richtigen Schlüssel haben. Und manchmal kriegen wir von ihnen sogar einen für uns selbst zurück.


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