· 

„Was isst Du denn eigentlich noch?“ Über Ernährung, Wunscherfüllung und persönliche Ziele


Sowohl in meinen Coachings als auch privat werde ich immer wieder gefragt: „Was isst Du denn eigentlich (noch)?!“ Wenn ihr meiner Arbeit schon ein bisschen folgt, wisst ihr, dass ich mich auf persönlicher Ebene bereits seit vielen Jahren intensiv mit Ernährung beschäftige. Was, wie bei vielen, damit begann einfach endlich abnehmen zu wollen, entwickelte sich zu einer Suche. Einer Suche nach mehr Wohlbefinden, mehr Energie und mehr Leichtigkeit. Auf dieser Suche begann ich nach und nach meine Ernährung umzustellen. Ich ließ bestimmte Sachen weg, fügte andere hinzu, probierte Neues aus. Ich holte Dinge zurück, brach meine eigenen Regeln, verabschiedete mich von wenigem für immer (Fleisch und Cola light zum Beispiel) und entwickelte neue Vorlieben. Und, nur um es gleich vorwegzunehmen, dieser Prozess entwickelt sich ständig weiter und ist (auch bei mir) nicht abgeschlossen- denn unsere Körper und Lebensumstände verändern sich ständig und machen deshalb auch ständig Anpassungen notwendig.

 

Was mich, trotz meinem eigenen Interesse an Ernährung zu Beginn wunderte, war, dass Ernährung in nahezu jedem meiner Coachings früher oder später meist in irgendeiner Form auftauchte und gerade auch in meinen SocialMedia Kanälen das Thema mit der größten Resonanz war. 

Der wichtigste Grund dafür ist einer, der häufig übersehen, oder sagen wir besser, völlig unterschätzt wird. Menschen, die Unterstützung von mir als Coach suchen, stehen alle mehr oder weniger an einem bestimmten Punkt in ihrem Leben: Sie sind es leid im immer gleichen Hamsterrad zu stecken. Sie sind es leid, ständig im Stress zu leben und ihren Träumen nur noch müde lächelnd hinterher zu winken. Sie sind es leid, sich immerzu müde und energielos zu fühlen. Sie sehnen sich nach einer Veränderung. Sie wollen diese Veränderung. Und sie sehen, dass es genug Menschen gibt, die es schaffen, ihre Träume umzusetzen und sind endlich selbst dazu bereit alles dafür zu tun, was notwendig ist.

 

Was ich mit meiner heutigen Erfahrung mit Sicherheit sagen kann ist, dass es uns nur dann gelingen kann unsere wahren Wunschträume, Sehnsüchte und Ziele in die Tat umzusetzen, wenn wir sie von allen drei Ebenen aus betrachten: Körper, Geist und Seele. Oder auch Körper, Gedanken und Emotionen.

Auf das Thema Essen/Gewicht/Ernährung kommen wir also früher oder später immer wieder zurück, weil es einen enormen Einfluss auf unser Energielevel, auf unsere Stimmung, auf unsere Gesundheit und auf unser allgemeines Wohlbefinden hat. Und weil wir unsere Emotionen und Gedanken einfach nicht getrennt von unserem Körper betrachten können.

 

Im Umkehrschluss sehen wir hier auch, warum Diäten niemals langfristig funktionieren: in den allermeisten Fällen beschränken sie sich noch immer auf die rein körperliche Ebene und lassen sowohl die mentale, als auch die emotionale Ebene außen vor. Und das kann einfach nicht funktionieren, weil mit kaum etwas anderem so viele Verhaltensmuster und frühe emotionale Prägungen zusammenhängen, wie mit unserem Essverhalten.

 

An dieser Stelle möchte ich einige meiner eigenen wichtigsten Erfahrungen zum Thema Ernährung mit Dir teilen. 

Ich habe zu jenen Frauen gehört, die ihr Leben lang mit ihrem Gewicht gekämpft haben. Essen war immer ein Thema für mich. Und es war immer mit Stress und Negativität behaftet. Ich kam immer wieder in denselben Kreislauf: mir gelang es mühevoll einige Kilos abzunehmen, nur um einige Monate später dasselbe Gewicht (meist eher noch mehr) wieder auf den Rippen zu haben. Schön war auch mein Bemühen, zu bestimmten Anlässen unbedingt dünner zu sein: zu einer Hochzeit zum Beispiel oder zum nächsten Urlaub. Nun sollte man meinen, da solche Termine meist einige Zeit vorher feststehen, es sollte nicht sonderlich schwer sein, in einem Zeitraum von zehn Wochen 6-7 Kilo zu verlieren. War es aber. Immens schwer. Und es ist mir nie gelungen.

Warum?

Weil sich der Druck- und Stressfaktor dadurch nur noch mehr verstärkte- und Druck und Stress gehören mit zu den größten Hindernissen, wenn es darum geht überflüssige Pfunde zu verlieren.

Erinnere Dich an das Hamsterrad, in dem heute so viele Menschen feststecken. Alles was dich dazu bewegt in diesem Rad zu bleiben, verursacht Stress, negative Gefühle und hat unmittelbare Auswirkungen auf Deinen Körper. Er entwickelt eventuell Schmerzen, wird vielleicht krank oder verhindert, dass Du Gewicht verlierst, weil es Dir als emotionaler Schutz in all diesem Chaos dient. (Klar, es gibt auch Menschen, die gerade im Stress viel abnehmen, aber das ist keinesfalls eine gesündere Form, sondern nur eine andere Ausprägung der Körper-/ Geistverbindung.)

Wenn ich also einen „Diättipp“ geben sollte wäre es dieser: Reduziere den Stress in Deinem Leben, wo immer es nur geht! Jetzt! Sofort! Sag nein, wo Du nein sagen willst. Lass Dich nicht überreden Dinge zu tun, auf die Du keine Lust hast. Lass Dir keine Schuldgefühle einreden, weil Du den Kuchen der Oma nicht essen magst, heute keine Lust auf Party mit Deiner besten Freundin hast oder Deiner Mutter einen Gefallen abschlägst. Höre auf Dich selbst, auf Deine Gefühle, auf Deinen Körper!

 

Zu der Ausgangsfrage: "Was isst du denn jetzt eigentlich noch?", gehört ein wichtiger persönlicher Lernprozess, den ich mit Dir teilen möchte. Letztlich ausschlaggebend für meine Ernährungsumstellung war meine übermäßige Sucht nach Schokolade. Ich gehörte (und tue es immer noch, wenn ich in alte Muster zurück gehe) zu den Menschen, die einfach nicht mehr aufhören können, wenn sie einmal angefangen hatten. Eines meiner Hauptsuchtmittel war Kinderschokolade (oder auch jede andere Mischung von Schokolade und Milchcreme). Ich konnte damit nie aufhören, bevor nicht die ganze Packung leer war. Und im Anschluss war ich meistens so angefixt, dass ich noch mehr Nachschub in Form von Schokoriegeln, im Zweifelsfall Schokopuddings, Nutella oder was auch immer gerade da war, aß. Der Prozess war immer derselbe, meistens mehrmals pro Woche. Ich hatte einen Stresstag und freute mich auf die tolle entspannte Belohnung in Form von Süßigkeiten abends auf meiner Couch. Und es endetet immer gleich: Ich fühlte mich nicht nur körperlich total miserabel und elend, sondern ging auch gedanklich hart mit mir ins Gericht: „Wieso schaffst du es eigentlich nicht damit aufzuhören?! Wie kannst du nur so blöd sein, das schon wieder zu machen? Du weißt doch wie das endet! Morgen esse ich dafür ganz sicher gar nichts!“

 

Ich bin mir sicher, die meisten von euch kennen ähnliche innere Dialoge. Und dann irgendwann, wohl wahrscheinlich, weil ich schon an vielen anderen Bereichen meines Lebens gearbeitet hatte, reichte es mir einfach. Das Maß war voll. Ich war es einfach nur noch Leid. Und ich wollte eine Veränderung. Also beschloss ich für 30 Tage komplett auf Zucker zu verzichten. Gar nicht gelang mir häufig besser als „nur ein bisschen“. Und ich stellte fest: die ersten drei Tage waren irgendwie schwierig- aber danach wurde es erstaunlich einfach. Ich vermisste Schokolade nicht. Im Gegenteil, ich genoss das freie Gefühl, wirklicher Entspannung. Und ab diesem Punkt begann meine Reise zum Thema Ernährung erst richtig. Mehr zu dieser Reise wirst Du auch in Zukunft auf meinem Blog und auf meinen SocialMediaKanälen erfahren. 

 

Ach ja, und wenn Du jetzt abschließend noch konkret wissen willst, was ich eigentlich genau esse scrolle weiter runter! Dort habe ich einen Überblick gespickt mit vielen Tipps zum Download für Dich erstellt, mit der Du einen Einblick in meine Alltagsernährung bekommst. Vielleicht kannst Du einige der Tipps auch in Deinen Alltag einbauen?


Download
Was isst Du denn eigentlich noch?
Was isst du eigentlich Download.pdf
Adobe Acrobat Dokument 5.9 MB


Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Ben (Dienstag, 29 Mai 2018 09:38)

    Deine Liste verrät, dass du dich (weitgehend) vegan und sogar rohköstlich ernährst :) Gute Entscheidung, finde ich.

    Und genauso ein Typ Esser bin ich auch. Ich kann nicht ein Duplo halb essen und es dann liegenlassen für später oder morgen. Eine Tafel Schokolade ist EINE Essenseinheit *g*