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Wie Kreativität Dir dabei hilft Dich besser zu fühlen


Kreativität wird in ihrer Wirkung auf unser Leben oft unterschätzt. Mit kreativen Aktivitäten verbinden wir meist entweder Dinge, die jede Menge Talent erfordern, wie etwa das Zeichnen von Portraits, oder wir verbinden damit langweilige Beschäftigungsmaßnahmen, wie das Basteln von unnützen Dingen, auf das wir keine Lust haben.

 

Kreativität ist jedoch viel mehr als das. Heute erweitern wir deshalb unsere Vorstellung von Kreativität auf alles, was wir mit unseren eigenen Händen (und/oder Gedanken!) machen, entwerfen oder herstellen können. Warum wohl finden so viele Menschen Erfüllung in Dingen wie Handarbeit, Kochen oder Heimwerken? Weil es Tätigkeiten sind, die uns in Kontakt mit uns selbst bringen. Tätigkeiten, bei denen wir ganz nach unseren eigenen Neigungen und Vorlieben, völlig ohne Einschränkungen, Farben, Funktion, Beschaffenheit und Geschmack von etwas auswählen können. Und genau an diesem Punkt erfüllt Kreativität ein sehr tief verwurzeltes menschliches Bedürfnis: das Bedürfnis danach sich auszudrücken. Zu zeigen, wer wir sind. Der Do-it-yourself-Boom dieser Tage zeigt, wie wichtig und ausgeprägt dieses Bedürfnis ist. Viele von uns haben beim Aufwachsen wieder und wieder die Erfahrung gemacht, dass es sicherer ist mit dem Strom zu schwimmen. Sich anzupassen. Möglichst nicht aufzufallen. Diese Haltung entsteht meistens daraus, dass wir negative Erfahrungen machen. Wir wurden ausgelacht, weil wir uns getraut haben etwas anzuziehen, was uns gefallen hat, aber auffällig war. Wir wurden abgelehnt und ausgegrenzt, weil wir eine andere Meinung hatten, als andere. Wir wurden skeptisch beäugt, weil wir uns mit Dingen beschäftigt haben, die andere merkwürdig fanden. Vor allem als Kinder lernen wir, dass es nicht angenehm ist, gegen den Strom zu schwimmen. Und nicht sicher. Deshalb lassen wir es meistens. Weil es einfacher ist. Und weil es uns sicherer fühlen lässt.

 

Nun, wenn es doch offensichtlich so viel sicherer, angenehmer und leichter ist einen Großteil seiner Individualität aufzugeben und sich anzupassen, wo kommt dann das „Aber“ ins Spiel? Das „Aber“ im Erwachsenenleben zu diesem Muster, zeigt sich oft in Form von „Kann das denn wirklich schon alles gewesen sein?“ Es zeigt sich darin, dass wir uns fragen, wer wir eigentlich sind und was wir vom Leben erwarten.

 

Und oft stellen wir fest: Es ist vielleicht leichter und angenehmer sich immer wieder anzupassen, aber es macht uns nicht glücklich. Es stellt uns nicht wirklich zufrieden. Und das, um zur Kreativität zurück zu kommen, steht unserem Grundbedürfnis uns auszudrücken im Weg. Wir wollen uns ausdrücken. Zeigen wer wir sind. Denk mal darüber nach: meistens beeindrucken uns die Menschen am meisten, die sich strahlend zeigen. Selbstbewusst, authentisch, manchmal durchaus strauchelnd, aber immer nach ihren Überzeugungen lebend. Sie beeindrucken uns deshalb, weil sie uns damit gleichzeitig zeigen, was in uns steckt. Was wir sein könnten, wenn wir uns nur trauten. 

 

Okay, mag das auch alles nachvollziehbar und einleuchtend sein, was kannst Du nun damit anfangen? Bedeutet es, dass Du Dein Leben völlig auf den Kopf stellen musst? Alles verändern? Nein, ganz sicher nicht. Aber wenn Du dahin kommen willst, mehr von Dir selbst zu entdecken, von Deinen Wünschen und Sehnsüchten, kann Kreativität eine großartige Brücke dazu bilden. Und damit sind wir an einem weiteren sehr wichtigen Punkt: wir sind nicht kreativ um damit zwingend etwas zu erschaffen, um ein Produkt fertig zu stellen oder ein Ergebnis zu liefern. Wir sind kreativ um mehr über uns selbst heraus zu finden.

 

Egal für welchen kreativen Akt wir uns entscheiden, wir kommen dabei in Bewegung- geistig und körperlich, und das gibt uns immer ein gutes Gefühl.

Auch etwas Neues zu lernen ist ein kreativer Akt! Das Internet steckt voller kostenloser Anleitungen für ALLES! Du kannst über Videos lernen, wie Du tolle Flechtfrisuren machen kannst. Du kannst lernen, Pullover zu stricken oder Decken zu nähen. Du kannst lernen, Regale anzubringen oder ein Buch zu veröffentlichen. Du kannst lernen, Deine eigene Kosmetik herzustellen oder Nahrungsmittel zu konservieren. Es gibt eine Fülle an unzähligen, kreativen Möglichkeiten, deren Ausprobieren Dir zu neuen positiven Erfahrungen und zu mehr Lebensfreude verhelfen kann.

 

Lass Deiner Kreativität in diesem Monat mutig die Überhand! Durchsuche das Internet nach neuen Fähigkeiten, die Du erlernen kannst. Finde heraus, was Dir Spaß macht, was Dir dabei hilft, Dich selbst zu spüren und Dich mehr und mehr erkennen lässt, wo Deine wirklichen Vorlieben, Talente und Fähigkeiten liegen! Du wirst sehen, Kreativität kann Dir auf diesem Wege ungeahnte Türen öffnen und zu tollen Begegnungen verhelfen!

 

Lass uns in den Kommentaren zu diesem Blog an Deinen Erfahrungen teilhaben!

 

Und falls Du Lust hast, mit mir persönlich daran zu arbeiten, mehr über Dich selbst in Erfahrung zu bringen, schau Dir gern meine Angebote dazu an! Ich freue mich auf Dich!

 

Viel Spaß beim Austesten Deiner kreativen Fähigkeiten! 

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Kommentare: 2
  • #1

    Simone Breun (Sonntag, 27 März 2016 22:26)

    Liebe Sabrina,

    Du sprichst mir aus der Seele. Kreativität ist eine Eigenschaft, die man sich bis ins hohe Alter beibehalten kann. Es ist etwas, was mich z. B. täglich in der Arbeit mit Kindern als auch privat erfüllt.

    Um jedoch kreativ sein zu können, braucht es Selbstvertrauen und vor allem JEDE MENGE MUT.
    Mut sich neuen Aufgaben und Herausforderungen die solch eine Kreativität mit sich bringt, zu stellen, sie anzunehmen und zu einem Ergebnis zu bringen, egal ob positiv, oder weniger positiv.
    Wichtig bei dem Ganzen ist, dass man....... ES EINFACH NUR TUT.

    Wir ALLE haben in unserem Leben, schon viele Türen hinter uns geschlossen und andere wiederum geöffnet.

    Aber durch ein neues Hobby oder z. B. durch das umgestalten seiner Wohnung findet man die Erfüllung, die einem das Gefühl gibt, etwas GESCHAFFT zu haben. Aus eigener Hand.

    Der Mensch, der diesen Blog geschrieben hat, hat das heute schon. WEITER SO!!!

    Ganz liebe Grüße aus Würzburg ( da wo alles begann...;-)

    Simone

  • #2

    Irina H. (Samstag, 02 April 2016 11:03)

    Liebe Sabrina,

    unsere Generation ist stark und offen für Neues, mehr noch als die unserer Eltern. Und unsere Kinder werden uns wieder einen Schritt vorraus sein.
    Damit sie es ungehindert sein können, ohne Ängste und Zwänge, Muster und veralteten Denkweisen, ist es an uns, ihnen ein Vorbild zu sein. Für sie und für uns selbst!
    Es ist eine Freude deine Blogs zu lesen und oftmals einen Spiegel vor sich zu sehen, der im Alltag schnell verloren geht.
    Wir alle müssen lernen auf uns zu achten, sich selbst treu zu bleiben, stärker und sicherer zu werden, um denen zu helfen, die es noch nicht sind- mit dem Ziel auf ein eigenes, besseres Leben und eine Welt mit Herz und Verstand.

    Mach weiter so!